DER CHRONIST

Zum Geleit

Zwischen Kaiserschlacht und Waffenstillstand, zwischen Hungerwinter und Grippewelle liegt ein Jahr, das die alte Ordnung aus den Angeln hob. Im November verkündete der Rat der Volksbeauftragten das gleiche Wahlrecht für Frauen, im Dezember beschossen Regierungstruppen das eigene Schloss. Was aus alldem wird, war zu Silvester noch offen.

Die Schlagzeilen des Jahres

Der Kaiser dankt ab, in Berlin wird zweimal die Republik ausgerufen

Matrosen an Deck eines Linienschiffs mit Tafel für die sozialistische Republik
Matrosen an Deck des Linienschiffs Prinzregent Luitpold mit Tafel „Soldatenrat … Es lebe die sozialistische Republik" (Bundesarchiv Bild 183-J0908-0600-002, CC BY-SA 3.0 DE, Nov. 1918)

Binnen weniger Tage greift die Revolution vom Matrosenaufstand aufs ganze Reich über: Am 7. November stürzt in München König Ludwig III. von Bayern, der erste deutsche Bundesfürst; Kurt Eisner (USPD) ruft dort die Republik aus. Am Abend des 8. November beruft die USPD in Berlin 26 Versammlungen für einen Generalstreik am folgenden Tag; Reichskanzler Prinz Max von Baden lässt das 4. Jägerregiment aus Naumburg nach Berlin verlegen.

Am Vormittag des 9. November verweigert das Regiment den Schießbefehl, seine Soldaten wenden sich an den SPD-Abgeordneten Otto Wels in der Vorwärts-Redaktion. Hunderttausende demonstrieren im Berliner Zentrum unter den Losungen „Einigkeit" und „Brüder, nicht schießen!" Noch am späten Vormittag verkündet Prinz Max von Baden eigenmächtig den Thronverzicht Kaiser Wilhelms II. und übergibt das Kanzleramt an Friedrich Ebert (SPD): „Der Kaiser und König hat sich entschlossen, dem Throne zu entsagen. […] Der Reichskanzler bleibt so lange im Amte, bis die mit der Abdankung verbundenen Fragen geregelt sind. Er beabsichtigt, dem Regenten die Ernennung des Abgeordneten Ebert zum Reichskanzler […] vorzuschlagen."

Gegen 14 Uhr ruft Philipp Scheidemann von einem Fenster des Reichstags aus, gegen Eberts ausdrücklichen Willen, die Republik aus. Karl Liebknecht vom Spartakusbund proklamiert, nach einer ersten Ausrufung im Lustgarten, gegen 16 Uhr im Hof des Berliner Stadtschlosses die „freie sozialistische Republik": „Parteigenossen, ich proklamiere die freie sozialistische Republik Deutschland, die alle Stämme umfassen soll. […] Die Herrschaft des Kapitalismus […] ist gebrochen." Der Kaiser flieht am 10. November über die Grenze in die Niederlande (Aufnahme in Amerongen); die förmliche Abdankungsurkunde unterzeichnet er erst am 28. November. Am selben 10. November wählt die Vollversammlung der Berliner Arbeiter- und Soldatenräte im Circus Busch einen sechsköpfigen „Rat der Volksbeauftragten" — drei SPD-Männer (Ebert, Scheidemann, Landsberg), drei USPD-Männer (Haase, Dittmann, Barth) — als vorläufige Reichsregierung.

Aus heutiger Sicht

Der Rat der Volksbeauftragten ebnete den Weg zur Nationalversammlung, die im Sommer 1919 in Weimar die Verfassung der ersten deutschen Republik verabschiedete. Die Doppel-Proklamation von Scheidemann und Liebknecht am selben Nachmittag markierte zugleich die Trennlinie zwischen einer parlamentarischen und einer rätebasierten Republik, die die Politik der jungen Republik lange prägen sollte.

Der Matrosenaufstand von Kiel entzündet die Revolution

Szene aus dem Kieler Matrosenaufstand
Szene aus dem Kieler Matrosenaufstand (Bundesarchiv Bild 183-R72520, CC BY-SA 3.0 DE, Nov. 1918)

Am 24. Oktober gibt die Seekriegsleitung den Befehl für einen letzten, eigenmächtigen Vorstoß der Hochseeflotte gegen die Royal Navy — geplant für den 30. Oktober vor der Themsemündung und der Küste Flanderns, gegen das laufende Waffenstillstandsgesuch der Regierung Max von Baden. Der Befehl löst Gehorsamsverweigerungen auf einzelnen Schiffen vor Wilhelmshaven aus. Das Flottenkommando gibt den Vorstoß auf und beordert das III. Geschwader zurück nach Kiel, lässt auf der Rückfahrt aber 48 Matrosen verhaften. Ihre Kameraden protestieren in Kiel, die seit längerem streikbereiten Kieler Arbeiter schließen sich an.

Am Abend des 3. November, gegen 19 Uhr, gerät ein Demonstrationszug in der Kieler Karlstraße in einen Schusswechsel mit einer Postenkette von 30 Rekruten unter Oberleutnant Oskar Steinhäuser: neun Tote, 31 aktenkundig Verletzte. Binnen weniger Tage übernehmen Soldaten- und Arbeiterräte die Kontrolle über Kiel; Gouverneur Wilhelm Souchon muss verhandeln und wird später durch den von Berlin entsandten SPD-Politiker Gustav Noske abgelöst. Am 5. November werden die „14 Kieler Punkte" verkündet — darunter Freilassung politischer Gefangener, Aufhebung der Zensur und Abschaffung des außerdienstlichen Vorgesetztenverhältnisses. Binnen weniger Tage greift der Aufstand auf alle größeren Reichsstädte über.

Waffenstillstand von Compiègne beendet die Kämpfe

Französische Delegation bei den Waffenstillstandsverhandlungen
Französische Delegation bei den Waffenstillstandsverhandlungen von Compiègne (Bundesarchiv Bild 146-1987-038-29, CC BY-SA 3.0 DE, Nov. 1918)

Staatssekretär Matthias Erzberger, am 6. November mittags in Berlin zum Delegationsleiter berufen und am 7. November in Spa bestätigt, überschreitet abends die Frontlinie bei La Capelle und erreicht am 8. November die Waldlichtung von Compiègne bei Rethondes. Die Verhandlungen beginnen um 10 Uhr im Eisenbahn-Salonwagen von Marschall Foch; die Entente lässt Einwände der deutschen Seite gegen die harten Bedingungen nicht zu.

Der Vertrag wird am 11. November zwischen 5:12 und 5:20 Uhr französischer Zeit unterzeichnet und tritt um 11 Uhr französischer beziehungsweise 12 Uhr deutscher Zeit in Kraft — nach über vier Jahren enden die Kampfhandlungen des Krieges.

Aus heutiger Sicht

Der Waffenstillstand war nur ein Vorvertrag; die endgültigen Friedensbedingungen folgten erst im Sommer 1919 mit dem Vertrag von Versailles. Dass die Weisung, den Waffenstillstand „zu jedweden Bedingungen" anzunehmen, von der OHL selbst stammte und nicht von der Regierung, ging später unter. Die Vorgänge nährten die Dolchstoßlegende, die die militärische Niederlage fälschlich einer Verratstat im Inneren zuschrieb.

Der Januarstreik legt Berlin lahm

Von den Revolutionären Obleuten vorbereitet, beginnt am 28. Januar der Streik; Flugblätter des Spartakusbunds hatten ihn gegen den Willen der Obleute vorzeitig angekündigt. Vorläufer war der Jännerstreik in Österreich-Ungarn (3. bis 25. Januar). Mehrere Hunderttausend Streikende allein in Berlin legen das öffentliche Leben fast lahm, reichsweit beteiligen sich über eine Million Menschen; erstmals werden in breitem Umfang Arbeiterräte gewählt.

Trotz Versammlungsverbot kommt es täglich zu Aufmärschen und Spontandemonstrationen, teils zu Ausschreitungen; nach mehreren Tagen beenden Polizei und Militär den Streik. Friedrich Ebert und Philipp Scheidemann (SPD) gehen auf Druck der Arbeiterschaft in die Streikleitung, wirken dort aber auf eine Abschwächung hin. Keine der Forderungen wird erfüllt; der bayerische USPD-Vorsitzende Kurt Eisner, der den Münchner Munitionsarbeiterstreik organisiert hatte, wird verhaftet, Streikleiter Richard Müller zum Militärdienst eingezogen.

Frieden von Brest-Litowsk beendet den Krieg im Osten

Delegationen bei der Waffenstillstandszeremonie von Brest-Litowsk
Delegationen bei der Waffenstillstandszeremonie von Brest-Litowsk, Aufnahme Dezember 1917 vor der Vertragsunterzeichnung (Bundesarchiv Bild 183-R92623, CC BY-SA 3.0 DE)

Nach der deutschen Offensive „Faustschlag" (ab 18. Februar, auf kaum Widerstand gestoßen) bittet Sowjetrussland am 19. Februar um Frieden. Lenin erklärt am 20. Februar: „Es gibt keine Armee mehr. Die Deutschen greifen von Riga her die ganze Front an."

Der Vertrag wird am 3. März 1918 in Brest-Litowsk zwischen Sowjetrussland und den Mittelmächten — Deutsches Reich, Österreich-Ungarn, Osmanisches Reich — unterzeichnet und am 15. März durch den 4. Sowjetkongress in Moskau ratifiziert. Russland verliert 1,42 Millionen Quadratkilometer mit rund 60 Millionen Einwohnern: Polen, Litauen, Kurland, Estland und Livland werden abgetreten oder besetzt, die Ukraine und Finnland als unabhängige Staaten anerkannt, Kars, Ardahan und Batumi fallen ans Osmanische Reich. Vorausgegangen war bereits am 9. Februar der Separatfrieden der Mittelmächte mit der Ukrainischen Volksrepublik, der sogenannte „Brotfrieden", gegen Getreidelieferungen.

Das „Pariser Geschütz" beschießt die Hauptstadt Frankreichs aus 130 Kilometern Entfernung

Die Kirche Saint-Gervais nach dem Volltreffer
Die Pariser Kirche Saint-Gervais-Saint-Protais nach dem Volltreffer vom 29. März 1918 (Agence Rol, Quelle Gallica/BnF, gemeinfrei)

Ein Fernkampfgeschütz der Firma Krupp — Kaliber 21 Zentimeter, Rohrlänge 37 Meter, Krupp-Konstrukteur Fritz Rausenberger — erreicht eine für die Zeit einzigartige Reichweite von rund 130 Kilometern. Zwischen dem 23. März und dem 8. August feuern drei, später zwei dieser Geschütze aus Stellungen im Wald von Saint-Gobain bei Crépy-en-Laonnois insgesamt 206 Granaten auf Paris; die Geschosse steigen bis auf 38 bis 40 Kilometer Höhe und sind rund drei Minuten in der Luft.

Der schwerste Einzeltreffer ereignet sich am 29. März, Karfreitag: Ein Volltreffer auf die Pariser Kirche Saint-Gervais-Saint-Protais während des Nachmittagsgottesdienstes fordert 88 Tote und 68 Verletzte allein bei diesem einen Einschlag. Insgesamt sterben 256 Pariser Zivilisten, 620 werden verletzt; der militärische Nutzen bleibt gering, doch die psychologische Wirkung ist erheblich.

Bedient wird das rund 140 Tonnen schwere Geschütz von 60 bis 80 Mann Marinepersonal unter Vizeadmiral Maximilian Rogge; am ersten Einsatztag besucht Kaiser Wilhelm II. selbst die Stellung. Bereits am 25. März fordert ein Rohrkrepierer in der ersten Stellung 17 Tote in der Bedienungsmannschaft.

Die Frühjahrsoffensive scheitert vor Amiens

Deutsche Panzer in Frankreich
Deutsche Panzer in Frankreich (Bundesarchiv Bild 183-R28717, CC BY-SA 3.0 DE, Juli 1918)

Die Operation Michael, auch „Kaiserschlacht" genannt und die erste von fünf deutschen Offensiven an der Westfront, beginnt am 21. März zwischen Bapaume und Saint-Simon mit drei Armeen und 73 Divisionen. Am ersten Tag gelingt der Durchbruch; in den Folgetagen entsteht auf 80 Kilometer Breite ein Einbruch von bis zu 65 Kilometern. Die Offensive erlahmt bereits ab 27. März und wird nach dem gescheiterten Versuch, Amiens zu erobern, am 6. April beendet.

Die Offensive Blücher-Yorck (27. Mai – 6. Juni) bringt deutsche Truppen bis auf 92 Kilometer an Paris heran. Die letzte deutsche Offensive, Marneschutz-Reims (15. bis 18. Juli), erzielt kaum noch Geländegewinn; ab 18. Juli setzt die alliierte Gegenoffensive an der Marne ein, unterstützt von inzwischen 19 amerikanischen Divisionen in Frankreich.

Der 8. August, an dem die Front bei Amiens einbricht, markiert die Wende: Die Initiative geht endgültig an die Entente über.

Jagdflieger Manfred von Richthofen fällt über der Somme

Porträt Manfred von Richthofens
Manfred von Richthofen, Porträtaufnahme von 1917 (Foto: Nicola Perscheid; Bundesarchiv Bild 183-R18508, CC BY-SA 3.0 DE)

Manfred Albrecht Freiherr von Richthofen (geboren am 2. Mai 1892 in Breslau-Kleinburg), mit 80 bestätigten Luftsiegen erfolgreichster Jagdflieger des Krieges, stirbt am 21. April bei Vaux-sur-Somme im Département Somme. Er startet vom Flugplatz Cappy mit seinem Fokker-Dreidecker, gerät in einen Luftkampf mit Sopwith Camels der britischen 209. Staffel; als er seinem angegriffenen Cousin Wolfram von Richthofen zu Hilfe eilt und dessen Gegner über britische Linien verfolgt, wird er tödlich getroffen; ob von einem britischen Flieger oder australischem Bodenfeuer getroffen, ist strittig.

Er landet noch nahe der australischen Stellung bei Corbie und stirbt kurz nach Eintreffen der australischen Soldaten; am 22. April wird er von australischen Fliegern mit vollen militärischen Ehren beigesetzt. Der deutsche Heeresbericht des Todestages meldete noch seinen 79. und 80. Luftsieg. Am 12. Januar 1917 hatte er nach seinem 16. Luftsieg den Orden Pour le Mérite erhalten, am 2. April 1918 nach seinem 70. Sieg den Roten Adlerorden III. Klasse mit Krone und Schwertern — nachdem das Militärkabinett das Eichenlaub zum Pour le Mérite verweigert hatte.

Zar Nikolaus II. von den Bolschewiki erschossen — Schicksal der Familie ungeklärt

Porträt Zar Nikolaus II.
Nikolaus, der spätere Zar Nikolaus II., um 1890 (Bundesarchiv Bild 183-R15124, CC BY-SA 3.0 DE)

Am 20. Juli erscheint in einem Extrablatt der sowjetischen Presse die amtliche Mitteilung, der frühere Zar Nikolaus II. sei erschossen worden; die Hinrichtung soll in der Nacht vom 16. auf den 17. Juli in Jekaterinburg stattgefunden haben. Die sowjetische Führung erklärt zugleich, Zarin Alexandra Fjodorowna und die fünf Kinder seien „in Sicherheit gebracht worden" — das Schicksal der übrigen Familie bleibt für die Weltöffentlichkeit ungeklärt, Gerüchte über Flucht oder das Überleben Einzelner kursieren.

Die öffentliche Reaktion bleibt verhalten, Schock herrscht vor allem in monarchistischen Kreisen. Als unmittelbarer Auslöser der Entscheidung gilt das Vorrücken der Tschechoslowakischen Legion und weißer Truppen auf Jekaterinburg im Mai und Juli.

Aus heutiger Sicht

Tatsächlich wurde in jener Nacht die gesamte Zarenfamilie samt Bediensteten ermordet. Das Grab wurde 1979 entdeckt und 1991 geöffnet; DNA-Untersuchungen bestätigten ab 1993 die Identität, zwei Kinder fand man erst 2007.

Die Grippewelle erreicht Berlin

Grippestation mit Betten und Pflegepersonal
Grippestation mit Betten und Pflegepersonal im Walter-Reed-Militärhospital, Washington D. C. — kein Berliner Bildmotiv verfügbar (US Army, gemeinfrei, 1918/1919)

Das Berliner Tageblatt meldet am 11. Oktober in der Abendausgabe eine „Zunahme der Grippeerkrankungen in Berlin", am 14. Oktober heißt es: „Die Grippefälle nehmen von Tag zu Tag an Zahl zu." Während Wien, München, Königsberg, Leipzig und Breslau ihre Schulen bereits im September schließen, kommt die „Bekämpfung der Grippeseuche" in Berlin erst am 24. Oktober auf die Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung.

In dieser Sitzung warnt der Stadtverordnete Dr. Hermann Weyl (USPD): „Wir haben in unseren Schulen hygienische Zustände, die zum Himmel schreien, Klassen von 50, 60 Kindern usw. […] dass Kinder eine erhebliche Menge Ansteckungsstoff mit nach Hause bringen, ist doch naheliegend!" Sein Antrag auf entschlossenes Handeln scheitert dennoch: Der Magistrat lässt Schulen nur schließen, wenn ein Drittel der Schüler erkrankt ist. Ende Oktober bleiben sie für ein paar Tage geschlossen, ab 1. November aber wieder geöffnet.

Geheimer Medizinalrat Dr. Wilhelm His von der Charité schreibt am 19. Oktober auf Seite 1 des Berliner Lokal-Anzeigers: „Den Ängstlichen sei zur Warnung gesagt: Wer die Krankheit am meisten fürchtet, bekommt sie am ehesten." In den überfüllten Berliner Krankenhäusern sterben im Oktober und November rund 25 Prozent der eingelieferten Grippekranken.

Aus heutiger Sicht

Reichsweit forderte die Grippewelle bis Kriegsende und in den Monaten danach nach Schätzungen zwischen 300.000 und einer halben Million Tote im Reich — eine Bilanz, die zu Silvester 1918 noch niemand kannte.

Verfassungsreform unter Prinz Max von Baden

Porträt Prinz Max von Badens
Prinz Max von Baden, Porträtaufnahme von 1914 (Bundesarchiv Bild 183-R04103, CC BY-SA 3.0 DE)

Am 3. Oktober ernennt Kaiser Wilhelm II. den parteilosen, als liberal geltenden Prinzen Max von Baden zum Reichskanzler; erstmals sind Vertreter der Reichstagsmehrheitsparteien — SPD, Zentrum, Fortschrittliche Volkspartei, zusammengeschlossen im Interfraktionellen Ausschuss — an der Reichsleitung beteiligt. Ende September hatte die Oberste Heeresleitung unter Hindenburg und Ludendorff selbst auf eine Parlamentarisierung gedrängt, in der Erwartung, die Vereinigten Staaten würden mit einer demokratischeren Reichsleitung eher verhandeln.

Prinz Max erwirkt beim Kaiser die Entlassung Ludendorffs am 26. Oktober und die Einstellung des uneingeschränkten U-Boot-Kriegs. Am 28. Oktober treten die Verfassungsänderungen in Kraft: Das Amt des Reichskanzlers wird erstmals vom Vertrauen des Reichstags abhängig gemacht, nicht mehr allein vom Kaiser; der Reichstag erhält zudem Mitspracherecht bei Kriegserklärungen und Friedensschlüssen. Zugestimmt haben MSPD, Zentrum, Fortschrittliche Volkspartei und Nationalliberale; dagegen stimmen die Konservativen, denen die Reform zu weit geht, und die USPD, der sie nicht weit genug geht, da die Wahlrechtsreform in Reich und Preußen noch offen war.

Frauenwahlrecht in Deutschland eingeführt

SPD-Wahlplakat zur Nationalversammlungswahl
SPD-Wahlplakat zur Nationalversammlungswahl, gedruckt 1919 (Künstler Fritz Gottfried Kirchbach, Druck Rotophot AG, gemeinfrei)

Der Rat der Volksbeauftragten verkündet am 12. November „mit Gesetzeskraft" das neue Wahlrecht: „Alle Wahlen zu öffentlichen Körperschaften sind fortan nach dem gleichen, geheimen, direkten, allgemeinen Wahlrecht auf Grund des proportionalen Wahlsystems für alle mindestens 20 Jahre alten männlichen und weiblichen Personen zu vollziehen." Gesetzlich fixiert wird das Frauenwahlrecht durch die Verordnung über die Wahlen zur verfassunggebenden Deutschen Nationalversammlung vom 30. November.

Am selben 12. November erhalten auch Frauen in Deutschösterreich das allgemeine Wahlrecht — Deutschland und Österreich zählen damit zu den Vorreitern in Europa. Die Wahl zur Nationalversammlung, bei der Frauen erstmals auf Reichsebene von ihrem neuen Recht Gebrauch machen können, ist für den 19. Januar 1919 angesetzt.

Die drei Dezemberwahlen des Jahres sind bereits die ersten, bei denen Frauen ihr neues Wahlrecht ausüben:

Die übrigen Wahlgänge des Jahres:

  • Freistaat Anhalt, Wahl zur Landesversammlung, 15. Dezember — SPD 58,0 %, DDP 34,0 %, DNVP 5,9 %; von 36 Sitzen SPD 22, DDP 12, DNVP 2, bei 81,0 % Wahlbeteiligung.
  • Freistaat Mecklenburg-Strelitz, Wahl zur Verfassunggebenden Versammlung, 15. Dezember — SPD 50,2 %, Vereinigte Liberale Parteien 39,9 %, Handel und Gewerbe 4,8 %; von 42 Sitzen SPD 21, VLP 18, HuGt 2, Bauernbund 1, bei 75,6 % Wahlbeteiligung — die erste überhaupt gewählte Volksvertretung des Landes.
  • Freistaat Braunschweig, Wahl zur Landesversammlung, 22. Dezember — SPD 27,7 %, bürgerlicher Landeswahlverband 26,2 %, USPD 24,3 %, DDP 21,8 %; von 60 Sitzen SPD 17, Landeswahlverband 16, USPD 14, DDP 13, bei 70,4 % Wahlbeteiligung.

Das Novemberabkommen: Achtstundentag und Arbeitsgemeinschaft

Porträt Carl Legiens
Carl Legien, Porträtaufnahme aus dem Handbuch der verfassunggebenden deutschen Nationalversammlung 1919, Urheber unbekannt (gemeinfrei)

Nur sechs Tage nach Ausrufung der Republik unterzeichnen der Ruhrindustrielle Hugo Stinnes und Carl Legien, Vorsitzender der Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands, am 15. November das „Novemberabkommen" zwischen 21 Arbeitgeberverbänden und 7 Gewerkschaften. Erstmals erkennen die Arbeitgeber die Gewerkschaften als Tarifpartner an, vereinbaren Kollektivverträge, Arbeiterausschüsse in den Betrieben und den Achtstundentag.

Mitunterzeichner sind auf Arbeitgeberseite unter anderem Alfred Hugenberg, Carl Friedrich von Siemens, Walther Rathenau und Ernst Borsig, auf Arbeitnehmerseite Adam Stegerwald von den Christlichen Gewerkschaften. Für die Industriellen ist das Abkommen vor allem der Furcht vor Verstaatlichung ihrer Betriebe im Zuge der Revolution geschuldet, für die Gewerkschaften bedeutet es die erstmalige Anerkennung als gleichberechtigte Tarifpartner. Ein Zentralausschuss zur Durchführung der Vereinbarung wird eingerichtet, dessen Beschlüsse verbindlich sein sollen.

Ebert begrüßt heimkehrende Truppen am Pariser Platz

Heimkehrende Fronttruppen in Berlin
Heimkehrende Fronttruppen in Berlin (Bundesarchiv Bild 183-R34280, CC BY-SA 3.0 DE, Dez. 1918)

Friedrich Ebert empfängt am 10. Dezember gemeinsam mit rund 25.000 Berlinern zehn von der Front zurückkehrende Divisionen am Pariser Platz. In seiner Ansprache sagt er: „Seid willkommen von ganzem Herzen, Kameraden, Genossen, Bürger. Eure Opfer und Taten sind ohne Beispiel. Kein Feind hat Euch überwunden. Erst als die Übermacht der Gegner an Menschen und Material immer drückender wurde, haben wir den Kampf aufgegeben."

Weiter heißt es in seiner Rede: „Ihr findet unser Land nicht so vor, wie Ihr es verlassen habt. Neues ist geworden, die deutsche Freiheit ist erstanden."

Weihnachtskämpfe um Schloss und Marstall

Maschinengewehr-Posten vor dem Berliner Stadtschloss
Maschinengewehr-Posten vor dem Berliner Stadtschloss, Aufnahme November 1918 (Bundesarchiv Bild 146-1971-038-54, CC BY-SA 3.0 DE)

Der Reichsrätekongress tagt vom 16. bis 20. Dezember in Berlin und nimmt nahezu einstimmig die „Hamburger Punkte" an — Abschaffung militärischer Rangabzeichen und des außerdienstlichen Waffentragens, Wahl der Offiziere, Kontrolle des Heeres durch Arbeiter- und Soldatenräte. Die MSPD-Mehrheit setzt die Beschlüsse anschließend jedoch nicht um.

Zugleich eskaliert der Streit um die im Berliner Stadtschloss und im Neuen Marstall einquartierte Volksmarinedivision: Nach dem Vorwurf verschwundener Kunstschätze fordert Stadtkommandant Otto Wels die Räumung bis zum 16. Dezember, die Division verweigert sie. Am 23. Dezember marschieren Matrosen zur Stadtkommandantur, besetzen Telefonzentrale und die Wache der Reichskanzlei; vor der Kommandantur kommt es zum Schusswechsel mit einem Toten und einem Verletzten. Die Schüsse sind bis in das Opernhaus Unter den Linden zu hören, das Publikum flieht, die Musiker spielen weiter; Wels wird als Geisel in den Marstall verschleppt und misshandelt.

Am Morgen des 24. Dezember, gegen 8 Uhr, lässt Ebert 1.200 Mann Infanterie mit Maschinengewehren und viereinhalb Feldbatterien unter General Arnold Lequis Schloss und Marstall beschießen. Das Schloss wird gestürmt, doch Sicherheitswehr, „Rote Soldatenwehr" und bewaffnete Arbeiter eilen den Matrosen zu Hilfe — die Regierungstruppen ziehen sich zurück, Ebert lässt die Kämpfe einstellen. Bilanz: 56 getötete Regierungssoldaten, 11 getötete Matrosen sowie Zivilisten. Die Regierung muss danach die Löhnung auszahlen und die Volksmarinedivision eingliedern; Wels tritt als Stadtkommandant zurück.

Der Spartakusbund gründet die KPD

Porträt Rosa Luxemburgs
Rosa Luxemburg, Porträtaufnahme von 1918, Urheber unbekannt (gemeinfrei)

Seit Anfang Dezember von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht geplant, beginnt am 30. Dezember im Festsaal des Preußischen Landtags die dreitägige Gründungskonferenz der Kommunistischen Partei Deutschlands — ein Zusammenschluss von Spartakusbund und den Internationalen Kommunisten Deutschlands, geleitet von Wilhelm Pieck und Jacob Walcher. Auslöser ist die Weigerung der USPD, einen Parteitag zur Klärung der Bündnisfrage einzuberufen; darauf beschließt die Spartakus-Konferenz am 29. Dezember die Gründung. In der Nacht vom 28. auf den 29. Dezember hatten die USPD-Volksbeauftragten Haase, Dittmann und Barth bereits den Rat der Volksbeauftragten verlassen, die Koalition von MSPD und USPD war damit zerbrochen.

Vorausgegangen war am 14. Dezember in der Roten Fahne Rosa Luxemburgs programmatischer Text „Was will der Spartakusbund?", der eine Nationalversammlung als kein zureichendes Mittel gegen den Kapitalismus ablehnt — mit dieser Position waren die Spartakisten auf dem Reichsrätekongress in der Minderheit geblieben. Bis Redaktionsschluss liegt nur der Auftakt der Konferenz vor; über ihre Ergebnisse ist noch nichts bekannt.

Aus den Ressorts

AM RANDE NOTIERT

  • 21. Februar — Im Zoo von Cincinnati stirbt „Incas", einer der letzten Karolinasittiche — der einzigen Papageienart Nordamerikas.
  • 11. April — Fritz Haber rechtfertigt auf der Hauptversammlung der Bunsen-Gesellschaft den deutschen Giftgaseinsatz im Krieg.
  • 16. Mai — Das Kriegsernährungsamt kürzt die tägliche Brotration auf 150 Gramm pro Person.
  • 25. Juni — Lenin überweist den Nachkommen von Karl Marx (geboren in Trier) eine Million Rubel zur Errichtung eines Monuments auf dessen Grab in London.
  • 10. September — Der Kolonialpolitiker Carl Peters stirbt in Woltorf bei Peine.
  • 7. Oktober — Peter Günther, dreifacher deutscher Radrennmeister, stirbt an den Folgen eines schweren Sturzes auf der Radrennbahn Düsseldorf.
  • 9. Oktober — Hanns Braun, deutscher Leichtathlet und Olympia-Medaillengewinner von 1908 und 1912, fällt wenige Wochen vor Kriegsende.

WIRTSCHAFT · 1918

Die Kartoffelproduktion im Reich sinkt von 52 Millionen Tonnen (1913) auf 29 Millionen Tonnen; der Getreideertrag fällt von 27,1 Millionen Tonnen (1914) auf 17,3 Millionen Tonnen — Ursachen sind unter anderem die Beschlagnahmung von einer Million Pferden als Zugtiere und der Düngemittelmangel. Die seit Herbst 1914 geltenden Höchstpreise treiben Erzeuger systematisch in den Schleichhandel, Fleisch verschwindet zunehmend auf dem Schwarzmarkt. Am 13. Oktober wird trotz militärisch bereits aussichtsloser Lage mit dem Plakat „Der 9te Pfeil — zeichnet Kriegsanleihe" (Entwurf Fritz Erler) zur neunten und letzten deutschen Kriegsanleihe aufgerufen; insgesamt wurden 1914 bis 1918 neun Kriegsanleihen mit 98 Milliarden Mark Gesamtertrag ausgegeben, die rund 60 Prozent der deutschen Kriegskosten deckten.

Der Preisspiegel:

  • Straßenbahn Berlin, Einzelfahrschein — 10 Pfennig (bis 28. Mai) → 12,5 Pfennig (ab 28. Mai)
  • Milch auf Karte, Kinder im 1./2. Lebensjahr (Tag) — 1 Liter (ab Mitte Januar wegen Milchknappheit auf 1/2 Liter gekürzt)
  • Brot (1 kg, im Reichsdurchschnitt) — 1,68 Mark
  • Butter (1 kg, im Reichsdurchschnitt) — 12,20 Mark
  • Eier (1 Stück, im Reichsdurchschnitt) — 0,19 Mark
  • Kartoffeln (1 kg, im Reichsdurchschnitt) — 0,20 Mark
  • Arbeiter-Monatslohn (im Reichsdurchschnitt) — 122,00 Mark

STIMMEN DER PRESSE · 1918

„Arbeiter, Soldaten, Mitbürger! Der freie Volksstaat ist da! Kaiser und Kronprinz haben abgedankt! [...] Damit ist die öffentliche Gewalt in die Hände des Volkes übergegangen." — Vorwärts, 9. November 1918

„Die größte aller Revolutionen hat wie ein plötzlich losbrechender Sturmwind das kaiserliche Regime mit allem, was oben und unten dazu gehörte, gestürzt. [...] Ein reifes, verständiges Volk schafft sie ohne etwas zu zerbrechen fort." — Berliner Tageblatt, 10. November 1918 (Theodor Wolff)

SPORT · 1918

Am 24. und 25. August werden die Deutschen Schwimmmeisterschaften 1918 in Charlottenburg bei Berlin ausgetragen — der Wettkampfbetrieb läuft, allen Kriegsentbehrungen zum Trotz, weiter.

MODE · 1918

Kriegsbedingter Rohstoffmangel prägt weiterhin die Garderobe: Kleidung wird aus Brennnessel- und Schilffasern sowie aus reißfestem, gebleichtem und gefärbtem „Papiergarn" gefertigt, das wie Baumwolle bedruckt werden kann — bis die Kriegsrohstoffabteilung das Papiergarn im Oktober 1917 selbst beschlagnahmte. Schuhe erhalten Holzsohlen statt Leder, Fahrradschläuche werden vielerorts durch Metallspiralen ersetzt.

KULTUR · 1918

Am 13. Dezember veröffentlicht Karl Kraus den Epilog seiner Tragödie „Die letzten Tage der Menschheit" in einem Sonderheft seiner Zeitschrift Die Fackel. Am 9. Dezember werden in Berlin mit Erfolg „Nachtbeleuchtung" und zwei weitere komödiantische Einakter von Curt Goetz uraufgeführt. Heinrich Manns 1914 vollendeter Roman „Der Untertan" erscheint 1918 erstmals in Buchform. Am 3. Dezember gründen die Maler Max Pechstein und César Klein mit zwölf weiteren Künstlern — darunter der Architekt Erich Mendelsohn — in Berlin die „Novembergruppe".

KINO & FUNK · 1918

Am 1. Oktober hat Ernst Lubitschs Stummfilm „Ich möchte kein Mann sein" mit Ossi Oswalda in der Hauptrolle Premiere. Im Dezember feiert sein Spielfilm „Carmen" mit Pola Negri und Harry Liedtke im Union-Theater am Kurfürstendamm Premiere. „Funk" bedeutet 1918 ausschließlich Funkentelegrafie: Die Großfunkstelle Nauen bei Berlin, seit 1914 dem Reichsmarineamt unterstellt, ist die zentrale deutsche Funkverbindung zur Übersee, nachdem die gegnerischen Staaten die deutschen Seekabel gekappt haben; 1918 geht ihr Betrieb an die neu gegründete Transradio AG über.

GESTORBEN · 1918

  • Gustav Klimt (55), österreichischer Maler — 6. Februar, Wien.
  • Otto Wagner (76), österreichischer Architekt — 11. April.
  • Manfred von Richthofen (25), deutscher Jagdflieger — 21. April, Vaux-sur-Somme.
  • Georg Simmel (60), deutscher Soziologe und Kulturphilosoph — 26. September, Straßburg.
  • Edith Schiele, hochschwangere Ehefrau des Malers Egon Schiele — 28. Oktober, Wien, an der Spanischen Grippe.
  • Egon Schiele (28), österreichischer Maler — 31. Oktober, Wien, an der Spanischen Grippe.
  • Guillaume Apollinaire (38), französischer Dichter — 9. November, Paris.

LICHTBLICKE · Gutes aus dem Jahr 1918

  • Erfolgreiche Uraufführung trotz Krieg (9. Dez., Berlin). Curt Goetz' Komödien „Nachtbeleuchtung" und zwei weitere Einakter werden in Berlin mit Erfolg uraufgeführt — ein Lacherfolg im ersten Winter nach dem Waffenstillstand.
  • Deutsche Schwimmmeisterschaften ausgetragen (24./25. Aug., Charlottenburg). Trotz des andauernden Krieges finden die Deutschen Schwimmmeisterschaften 1918 wie gewohnt statt.
  • Orden und Ehrentitel in Preußen abgeschafft (23. Dez.). Mit einem Federstrich werden sämtliche Orden und Ehrentitel abgeschafft — ein frühes Zeichen der neuen, bürgerlich-demokratischen Ordnung.
  • Gründung der Novembergruppe (3. Dez., Berlin). Die Maler Max Pechstein und César Klein gründen mit zwölf weiteren Künstlern, darunter der Architekt Erich Mendelsohn, die revolutionäre Künstlervereinigung „Novembergruppe".

DAS WETTER · 1918 in Berlin

Am 13. Juli erreichte das Thermometer an der Station Dahlem bei Berlin ein Tagesmaximum von 23,5 °C, das Minimum lag bei 13,5 °C; das Mittel aus beiden Werten ergibt 18,5 °C (ein amtliches Tagesmittel liegt für diesen Tag nicht vor). Niederschlag fiel an diesem Tag keiner, während es tags darauf, am 14. Juli, mit 1,6 mm leicht regnete.

Der heißeste Tag des Jahres war der 22. August mit 31,7 °C, der kälteste (Tagesminimum) der 9. Januar mit −11,5 °C. Berlin zählte 91 Frosttage und 10 Eistage, dazu 27 Sommertage mit mindestens 25 °C, davon zwei heiße Tage über 30 °C. Der Jahresniederschlag summierte sich auf 636,7 mm. Im Mittel erreichte das Tagesmaximum 13,5 °C, das Tagesminimum 5,1 °C.

(Messwerte der Station Berlin-Dahlem. Quelle: Meteostat / DWD.)

DIE HITS DES JAHRES · Top 20 1918

Amtliche Verkaufscharts gibt es in Deutschland noch nicht; die Liste stützt sich auf eine Operetten-Musiknummer sowie die für 1917/18 gemeinsam datierten Bestände der Otto-Reutter-Diskografie und der Claire-Waldoff-Liedliste. Von zwanzig vorgesehenen Plätzen ließen sich 10 Titel mit konkretem Liedtitel und Jahresbeleg finden.

  1. Das Temesvar Lied — aus der Operette „Wo die Lerche singt" (Musik: Franz Lehár)
  2. Großmutters Friedensmärchen — Otto Reutter (Couplet)
  3. Ick wundere mir über jarnischt mehr — Otto Reutter (Couplet)
  4. Wenn im Winter mal dein Stübchen nicht recht warm wird — Otto Reutter (Couplet)
  5. Gehn se blos nicht nach Berlin — Otto Reutter (Couplet)
  6. Nach dem Krieg — Otto Reutter (Couplet)
  7. In Tegel gibt's lockere Vögel — Claire Waldoff
  8. Alleene, janz alleene — Claire Waldoff
  9. Das Lied von meinem Kleenen — Claire Waldoff
  10. Die Unschuld vom Lande — Claire Waldoff