DER CHRONIST
Sonderausgabe · Rückschau auf die Tage vom 5. bis 15. November 1933 · Preis 10 Reichspfennig
Berlin, Freitag, den 10. November 1933 — Eine Wochenschau zwischen Wahlurne, Rednerpult und Gerichtssaal.
Zum GeleitDiese Ausgabe erscheint zu Ehren eines an diesem 10. November 1933 geborenen Kindes. Sie sammelt die Schlagzeilen der Tage seiner Geburt — von der Reichstagswahl und der Volksabstimmung über den Austritt aus dem Völkerbund am 12. November bis zu den Verhandlungstagen im Reichstagsbrandprozess in Leipzig. Es sind Tage, in denen das Reich zur Urne gerufen wird, ohne dass eine andere Liste als die der NSDAP zur Wahl steht, und in denen Hitler selbst, zwei Tage vor der Abstimmung, vor der Belegschaft der Siemenswerke in Berlin-Siemensstadt spricht.
AUFMACHER · Reich und Berlin wählen — nur eine Liste steht zur Wahl
Wahlplakat der NSDAP an einer Litfaßsäule in Berlin zur Reichstagswahl und Volksabstimmung vom 12. November 1933. (Bundesarchiv, Bild 102-15183 / CC BY-SA 3.0 de)
Berlin. Am Sonntag, dem 12. November, sind die Deutschen gleichzeitig zu einer Reichstagswahl und zu einer Volksabstimmung über den Austritt aus dem Völkerbund gerufen worden. Zur Wahl stand nur eine einzige Liste: die NSDAP-Einheitsliste mit 661 Kandidaten; eine andere Partei oder freie Liste gab es nicht. Von den 45.176.713 Wahlberechtigten gaben 43.053.616 ihre Stimme ab — eine Beteiligung von 95,30 Prozent. 3.398.404 Stimmen (7,89 Prozent der abgegebenen) waren ungültig, die Einheitsliste erhielt 39.655.212 Stimmen, das sind 92,11 Prozent der abgegebenen und 87,80 Prozent aller Wahlberechtigten.
Bei der gleichzeitigen Volksabstimmung über den Austritt aus dem Völkerbund gaben 43.491.575 Wähler ihre Stimme ab (96,27 Prozent Beteiligung); 757.756 Stimmen (1,74 Prozent) waren ungültig. Mit Ja stimmten 40.632.628 Wähler, 95,08 Prozent der gültigen Stimmen; 2.101.191 votierten mit Nein. Anlass der Abstimmung war Hitlers Rundfunkansprache vom 14. Oktober, in der er den Austritt aus der Genfer Abrüstungskonferenz und aus dem Völkerbund verkündet hatte, nachdem Großbritannien eine Kontrolle der deutschen Aufrüstung vorgeschlagen hatte; Wahl und Abstimmung sollten diesen Schritt nachträglich bestätigen.
In Berlin selbst (Wahlkreis 2) fiel das Bild anders aus als im Reich: Von 1.467.118 Wahlberechtigten gaben 1.335.468 ihre Stimme ab (91,03 Prozent); 199.480 Stimmen, 14,94 Prozent der abgegebenen, waren ungültig — fast doppelt so viel wie im Reichsdurchschnitt. Die NSDAP erhielt 1.135.988 Stimmen, 85,06 Prozent der abgegebenen. Bei der Volksabstimmung votierten in Berlin 142.353 Wähler, 10,79 Prozent der gültigen Stimmen, mit Nein — gegenüber 4,92 Prozent im Reich.
In den Wahllokalen hingen vielerorts Bilder Hitlers und Hakenkreuzfahnen; die SA durfte die Wählerlisten einsehen und unterhielt einen eigens organisierten „Wahlschleppdienst", der Nichtwähler zu den Urnen brachte. Bei der Reichstagswahl galt ein leerer Stimmzettel automatisch als Ja-Stimme; nur eine erkennbare Ablehnung wurde als „ungültig" gezählt.
Aus heutiger Sicht
Der Anteil der ungültigen Stimmen bei der Reichstagswahl lag in Berlin mit 14,94 Prozent fast doppelt so hoch wie im Reichsdurchschnitt von 7,89 Prozent, bei der Volksabstimmung war der Nein-Anteil mit 10,79 gegenüber 4,92 Prozent sogar mehr als doppelt so hoch. Weil die Einheitsliste keine Nein-Spalte kannte, war ein ungültig gemachter Stimmzettel die einzige Form, bei der Reichstagswahl sichtbar abzulehnen — unter SA-Kontrolle der Wählerlisten und mit einer Zählweise, die leere Zettel als Zustimmung wertete. Die Wahl vom 12. November 1933 war damit keine freie Wahl, sondern die nachträgliche Bestätigung einer bereits gefallenen Entscheidung.
AUS DEM REICH · Goebbels sagt im Reichstagsbrandprozess aus
Reichspropagandaminister Joseph Goebbels, der am 9. November als Zeuge im Reichstagsbrandprozess aussagt. Aufnahme 1933. (Bundesarchiv, Bild 146-1968-101-20A / Foto: Heinrich Hoffmann, CC BY-SA 3.0 de)
Leipzig. Vor dem Reichsgericht, das seit dem 21. September über den Reichstagsbrand verhandelt, ist am 34. Verhandlungstag, dem 9. November, Reichspropagandaminister Joseph Goebbels als Zeuge aufgetreten. Im Wortwechsel mit dem Angeklagten Georgi Dimitroff, der ihm vorhielt, SA-Männer hätten im Herbst 1932 Bombenattentate verübt, erklärte Goebbels, Außenseiter hätten Provokateure in die SA eingeschleust. Bereits am 31. Verhandlungstag, dem 4. November, hatte der preußische Ministerpräsident Hermann Göring als Zeuge ausgesagt.
Am 13. November schien der Angeklagte Marinus van der Lubbe, der die meisten Verhandlungstage in einem teilnahmslosen Zustand verbringt, für kurze Zeit aus seinem Dämmerzustand zu erwachen. Er sprach von inneren „Stimmen" und erklärte, für die verschiedenen Brandherde im Plenarsaal des Reichstags nicht verantwortlich zu sein.
HAUPTSTADT & MARK · Hitler spricht vor der Siemens-Belegschaft in Siemensstadt
Das Siemens-Dynamowerk in Berlin-Siemensstadt, Nonnendammallee — die Halle, in der Hitler am 10. November 1933 vor rund 10.000 Beschäftigten sprach. Aufnahme 2024, deutlich abweichend vom Ereignisjahr. (Foto: Leonhard Lenz, CC0)
Berlin. Am heutigen 10. November hat Adolf Hitler in den Siemens-Schuckertwerken in Siemensstadt vor rund 10.000 Beschäftigten gesprochen — die Rede fand in der Halle des Dynamowerks statt, eingeführt wurde sie von Reichspropagandaminister Joseph Goebbels. Der Auftritt liegt zwei Tage vor der Reichstagswahl und der Volksabstimmung vom 12. November.
Die Rede wurde ab 13 Uhr reichsweit im Rundfunk übertragen; in den Betrieben wurde die Arbeit unterbrochen, Geschäfte schlossen, auf öffentlichen Plätzen standen Lautsprecher, und Sirenensignale kündigten Anfang und Ende an.
Inhaltlich beschwor die Rede laut überlieferten Zusammenfassungen das vermeintliche „Unrecht von Versailles", stellte die Erfolge der ersten neun Monate der Reichsregierung heraus und enthielt scharfe Angriffe gegen die Juden.
Aus heutiger Sicht
Das Jüdische Museum Berlin bewahrt den Taschenkalender der damals 18-jährigen jüdischen Nürnberger Oberschülerin Lisl Halberstadt. Am 10. November 1933 notierte sie: „1h in ganz Deutschl. alles vorm Radio" und „Sirenensignale gaben Anfang u. Ende an." Zum Inhalt der antisemitischen Rede schrieb sie kein Wort — sie hielt nur den äußeren Ablauf fest, den das ganze Land miterleben musste.
AUS DER REGION · Berlin — Die Deutschen Christen im Sportpalast
Berlin. Am 13. November versammelte sich die Glaubensbewegung „Deutsche Christen" im Berliner Sportpalast in Schöneberg vor rund 20.000 Zuhörern. Hauptredner war Dr. Reinhold Krause, Gauobmann Groß-Berlin der Bewegung; die Kundgebung wurde im Rundfunk übertragen.
Krause forderte in seiner Rede die Loslösung der Kirche vom Alten Testament und von der „jüdischen Lohnmoral" sowie eine „heldische Jesus-Gestalt" als Grundlage eines „artgemäßen Christentums". Die Entschließung der Versammlung verlangte wörtlich, „dass eine deutsche Volkskirche Ernst macht mit der Verkündigung der von aller orientalischen Entstellung gereinigten schlichten Frohbotschaft und einer heldischen Jesus-Gestalt als Grundlage eines artgemäßen Christentums".
Aus heutiger Sicht
Die Kundgebung löste in den Folgewochen eine Austrittswelle aus den Deutschen Christen aus und gilt als einer der Auslöser für die Formierung der „Bekennenden Kirche". Reichsbischof Ludwig Müller entließ Reinhold Krause später aus allen kirchlichen Ämtern.
AUS DER REGION · Berlin — Die Reichskulturkammer eröffnet in der Philharmonie
Die (alte) Berliner Philharmonie, Bernburger Straße, Ort der Reichskulturkammer-Eröffnung am 15. November 1933. Historische Postkarte von 1902, deutlich vor dem Ereignis; das Gebäude wurde 1944 durch Fliegerbomben zerstört. (Postkarte, AG für automatischen Verkauf, gemeinfrei)
Berlin. Am 15. November ist in der (alten) Berliner Philharmonie, Bernburger Straße, vor geladenen Gästen aus Politik und Kultur — darunter die gesamte Reichsregierung — die Reichskulturkammer feierlich eröffnet worden. Die Berliner Philharmoniker spielten unter Wilhelm Furtwängler die Egmont-Ouvertüre, danach dirigierte Richard Strauss sein eigenes „Festliches Präludium"; Heinrich Schlusnus sang Lieder von Schubert und Wolf, der Schauspieler Friedrich Kayssler rezitierte Schillers „Das Erhabene".
Zentraler Programmpunkt war die Eröffnungsrede von Reichspropagandaminister Joseph Goebbels; der Rundfunk zeichnete sie auf.
AUS ALLER WELT · Roosevelt gegen die Winterarbeitslosigkeit, Moskau und Washington im Gespräch
Maxim Litwinow, sowjetischer Außenkommissar, auf einem Titelblatt des „Time Magazine" von 1933 anlässlich der Washingtoner Verhandlungen. (Time Inc., gemeinfrei)
Washington. Präsident Franklin D. Roosevelt hat am 8. November die Civil Works Administration (CWA) angekündigt, ein neues Nothilfeprogramm gegen die Winterarbeitslosigkeit unter Leitung von Harry L. Hopkins.
Seit dem 9. November verhandeln in Washington der sowjetische Außenkommissar Maxim Litwinow und US-Außenminister Cordell Hull — Präsident Roosevelt nimmt an mehreren Sitzungen selbst teil — über die diplomatische Anerkennung der Sowjetunion durch die Vereinigten Staaten. Ein Ergebnis der laufenden Gespräche steht noch aus.
Madrid. In Spanien ist die Parlamentswahl für den 19. November angesetzt; der Wahlkampf läuft. Erstmals dürfen spanische Frauen bei dieser Wahl aktiv und passiv wählen — das Frauenwahlrecht ist in der Verfassung vom Dezember 1931 verankert und wurde am 1. Oktober 1933 vom Parlament mit knapper Mehrheit bestätigt.
SPORT · Unentschieden gegen Norwegen in Magdeburg
Magdeburg. Am Sonntag, dem 5. November, 15 Uhr, trennten sich die deutsche und die norwegische Fußballnationalmannschaft im Cricket-Viktoria-Sportpark 2:2 (2:0) — es war das erste Länderspiel, das in Magdeburg ausgetragen wurde. Die Tore erzielten Ernst Albrecht (8. Minute) und Hohmann (33.) für Deutschland sowie A. Kvammen (64.) und Juve (67.) für Norwegen. Rund 40.000 Zuschauer verfolgten die Partie, die der Niederländer Joop van Moorsel leitete.
DAS WETTER · Ein kühler, trockener Freitag
Der heutige Freitag, der 10. November, bringt über Berlin einen Tiefstwert von 0,5 Grad und einen Höchstwert von 7,5 Grad — trocken, 0,0 Millimeter Niederschlag.
Die Woche im Überblick: Am 5. November 2,5/7,9 Grad (0,4 mm), am 6. 0,0/7,0 Grad, am 7. 2,5/9,5 Grad (5,6 mm — der wärmste Tag des Monats), am 8. −1,5/6,6 Grad (Frost), am 9. 1,2/9,0 Grad. Nach dem 10. folgen der 11. mit 1,4/2,5 Grad (0,5 mm), der Wahlsonntag, der 12., mit 1,7/3,2 Grad (0,9 mm), der 13. mit 1,4/3,5 Grad (3,6 mm), der 14. mit −0,2/5,0 Grad (1,4 mm) und der 15. mit 0,4/3,5 Grad (0,2 mm).
Der November 1933 bringt insgesamt mittlere Tiefstwerte von 1,1 Grad, mittlere Höchstwerte von 4,9 Grad und 39,5 Millimeter Niederschlag.
(Messwerte der Station Berlin-Dahlem. Quelle: Meteostat / DWD.)
VERMISCHTES & TECHNIK
Ein AEG-Magnetophon vom Typ K4, Baujahr 1939 — die spätere Weiterentwicklung des Geräts, das am 10. November 1933 erstmals eingesetzt wurde. Fotoaufnahme 2007, deutlich nach dem Ereignis. (Foto: Friedrich Engel, CC BY-SA 3.0)
- Der erste Magnetophon-Einsatz (10. November): An eben jenem Tag, an dem Hitlers Rede in Siemensstadt reichsweit übertragen wurde, setzten die Techniker im Kabelwerk Oberspree der AEG erstmals das neue „Magnetophon" ein — ein Gerät, das Schall auf ein magnetisierbares Band aufzeichnet. Die Rede wurde gleichzeitig auf Lackplatte und auf dem Papierband des Magnetophons aufgezeichnet, bei einer Bandgeschwindigkeit von einem Meter pro Sekunde.
AUCH AN EINEM 10. NOVEMBER GEBOREN
Das Kind, dem diese Ausgabe gilt, teilt seinen Geburtstag mit zwei Namen, die jedes deutsche Schulkind kennt — und mit manchem anderen:
- Martin Luther (1483–1546) — Reformator, in Eisleben geboren; der Tag heißt in evangelischen Häusern seit Jahrhunderten Luthertag. Die zentrale Reichsfeier zu seinem 450. Geburtstag wird in diesem Jahr wegen der Reichstagswahl vom 12. November um rund eine Woche verschoben und findet erst am 19. November in der Berliner Philharmonie statt.
- Paracelsus (1493–1541) — Arzt und Naturforscher aus Einsiedeln, Erneuerer der Heilkunst. (Die Überlieferung schwankt zwischen dem 10. und 11. November — Grund genug, ihn hier zu nennen.)
- François Couperin (1668–1733) — französischer Komponist und Organist am Hof Ludwigs XIV.
- Friedrich Schiller (1759–1805) — Dichter der „Räuber", des „Wallenstein" und des „Wilhelm Tell", in Marbach am Neckar geboren.
- Jacob Epstein (1880–1959) — britischer Bildhauer amerikanischer Herkunft, umstrittener Erneuerer der Plastik.
- Arnold Zweig (geb. 1887) — Schriftsteller aus Glogau, dessen „Streit um den Sergeanten Grischa" zu den meistgelesenen Romanen des vergangenen Jahrzehnts zählt; an diesem Tag sechsundvierzig.
- Ernst Otto Fischer (geb. 1918) — Münchner Schüler, der dereinst als Chemiker den Nobelpreis erhalten wird; heute fünfzehn.
- Richard Burton (geb. 1925) — walisischer Bergmannssohn, später Schauspieler von Weltrang; heute acht.
- Ennio Morricone (geb. 1928) — Römer Knabe, der die Musik des Films prägen wird; heute fünf.
Nachtrag der Redaktion (2026): Später berühmte Geburtstagskinder
Am 10. November 1933 selbst kamen unter anderem zur Welt:
- Ronald Ellwin Evans (†1990) — US-amerikanischer NASA-Astronaut, Pilot des Apollo-17-Kommandomoduls beim letzten bemannten Mondflug — geboren in St. Francis, Kansas.
- Gerti Gordon (†2016) — österreichische Tänzerin, Schauspielerin und Opernsängerin (Theater in der Josefstadt, Wiener Volkstheater) — geboren in Wien.
- Bobby Rush (eigentlich Emmit Ellis Jr.) — US-amerikanischer Blues- und R&B-Musiker, Multiinstrumentalist des „Folk-Funk" — geboren in Homer, Louisiana.
- Don Clarke (†2002) — neuseeländischer Rugby-Union-Spieler („The Boot"), Fullback der All Blacks (Geburtsort nicht belegt).
- Seymour Nurse (†2019) — barbadischer Cricketspieler, Test-Cricket für Westindien (Geburtsort nicht belegt).
- Elias Phisoana Ramaema (†2015) — lesothischer Militär und Politiker, später Militärmachthaber von Lesotho — geboren in Mapoteng, Basutoland (heute Lesotho).
MONATSKUNDE · Woher der November seinen Namen hat
Der November trägt seinen Namen noch aus der Zeit, als das römische Jahr im März begann: novem heißt neun, und der neunte Monat war er — bis die Reform des Jahres 153 v. Chr. den Jahresanfang auf den 1. Januar legte. Seither ist er der elfte, doch niemand hat ihn umbenannt; den Römern war der alte Name lieb geworden, und so zählt der Kalender bis heute an dieser Stelle falsch.
In deutschen Landen hieß der Monat lange Windmond oder Wintermonat; die Bezeichnungen sollen bis auf Karl den Großen zurückgehen, der den Monaten deutsche Namen zu geben suchte. Volkstümlich ist bis heute der Nebelung — der Monat der Nebel, die morgens über Spree und Havel liegen. Der Schlachtmond erinnert daran, dass jetzt, nach dem ersten Frost, auf den Höfen geschlachtet wird.
Vom Martinstag: Der 11. November ist dem heiligen Martin von Tours geweiht, dem Soldaten, der seinen Mantel mit einem Bettler teilte. Die Gans, die an diesem Tag auf den Tisch kommt, hat ihre Legende: Die Gänse sollen den bescheidenen Martin durch ihr Geschnatter verraten haben, als er sich vor der Wahl zum Bischof im Stall versteckte. Praktischer gesehen war Martini seit dem Mittelalter der Tag, an dem Pacht und Zins fällig wurden — oft in Naturalien, und die Gans gehörte dazu.
NOTIERT
- 6. November: Benito Mussolini übernimmt in der italienischen Regierung zusätzlich die Ministerien für Marine und Luftfahrt.
- 8. November: König Mohammed Nadir Schah von Afghanistan wird bei einer Schulabschlussfeier in Kabul erschossen; sein 19-jähriger Sohn Mohammed Zahir Schah wird umgehend zum König ausgerufen.
- 11. November (Leipzig): „Bekenntnis der deutschen Professoren zu Adolf Hitler" — deutsche Gelehrte, darunter der Chirurg Ferdinand Sauerbruch, der Philosoph Martin Heidegger und der Schriftsteller Gerhart Hauptmann, stellen sich in einer Festveranstaltung in der Alberthalle demonstrativ hinter Hitler.
- 11. November: Reichspräsident Paul von Hindenburg ruft in einer seiner seltenen Rundfunkansprachen zur Zustimmung bei Wahl und Volksabstimmung auf.
Quellen
- Wikipedia — Reichstagswahl und Volksabstimmung November 1933
- wahlen-in-deutschland.de — Reichstagswahlen 1919–1933, Gesamtergebnisse
- weimarer-republik.net — November 1933
- lexikon-der-politischen-strafprozesse.de — Reichstagsbrand-Prozess 1933
- filmportal.de — Hitlerrede in Siemensstadt am 10. November 1933
- Jüdisches Museum Berlin, Kalenderprojekt — Kalendereintrag von Lisl Halberstadt
- archive.org — Hitlerrede 10. November 1933, „I Once Stood Amongst You"
- Wikipedia — Reinhold Krause
- jochenteuffel.com — Entschließung der Glaubensbewegung Deutsche Christen, 13. November 1933
- archive.org — Joseph Goebbels eröffnet in der Berliner Philharmonie die Reichskulturkammer
- nmz.de — Ständische Interessenvertretung ohne Machtbefugnis
- Wikipedia — Civil Works Administration
- peoplesworld.org — Today in labor history: FDR unveils Civil Works Administration
- history.state.gov — FRUS 1933–39, Kapitel 1 (US–UdSSR-Verhandlungen)
- state.gov (Archiv) — US–UdSSR, diplomatische Anerkennung
- Wikipedia — Parlamentswahl in Spanien 1933
- demokratiegeschichten.de — Das Frauenwahlrecht in Spanien
- Wikipedia — Liste der Länderspiele der deutschen Fußballnationalmannschaft
- DFB-Datencenter — Deutschland–Norwegen, 5. November 1933
- fussballdaten.de — Deutschland/Norwegen, Spiele
- tonbandmuseum.info — AEG-Magnetophon, Ersteinsatz 1933
- Wikipedia — Ronald Ellwin Evans
- Wikipedia — Gerti Gordon
- Wikipedia — Bobby Rush (Musiker)
- Wikipedia — 1933 (Geburten, engl.)
- Wikipedia — Elias Phisoana Ramaema
- LeMO/DHM Jahreschronik 1933
- Wikipedia — Mohammad Nadir Shah
- Wikipedia — 1933
- evangelisch.de — Martin Luther im Nationalsozialismus
- jochenteuffel.com — Der Deutsche Luthertag 1933
- Wikipedia — 10. November (Geboren) · Wikipedia — November 10 (Births)
- DWDS — November (Etymologie) · Ökumenisches Heiligenlexikon — Monat November
- Meteostat — Station Berlin-Dahlem (10381)